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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 648
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das Urbanreiten zu Nürnberg

Das Urbanreiten in Nürnberg geschah sonst so: Ein Weinab- und -einleger, auf einem schlechten Pferd sitzend, einen bunten, mit kleinen runden Spieglein und Waldgläslein behangenen Rock anhabend, ritt durch die Stadt zu allen Weinschenken und Wirten. Einer trug ihm einen Tannenbaum vor, der gleichfalls mit Gläslein und Spieglein behangen war, und nach ihm folgten die Ablader und Einleger mit großen Flaschen über den Achseln und sammelten bei den Wirten nicht allein Wein in die Flaschen, sondern bezechten sich auch bei ihnen weidlich.

Der Reitende wurde Urban genannt. Dem liefen eine Menge Buben nach und schrien: »Der Orba muß in den Trog! Der Orba muß in den Trog!«

Er warf bisweilen Spieglein unter sie; wie denn auch den Wirtskindern Spieglein und Gläslein gegeben wurden. Nach diesem Einsammeln warf man den Urban in einen Trog mit Wasser und zog ihn wieder heraus. Das geschah jährlich am Urbanitag, ist aber längst abgekommen.

 


 

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