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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 643
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die Ratte

Nach Hilpert ist die vermeintliche Ratte das Wappen des Sebastian Warl, der eine Schmidtmayer hatte.

In der Ecke neben der eisernen Tür, die zur ersten Emporkirche bei St. Lorenz führt, findet sich eine Ratte mit einer Wurst abgebildet. Davon erzählen die Leute noch heutigentags:

Es war einmal ein böser Pfarrer bei St. Lorenz, der viel Arges getan und sich schwerer Strafe schuldig gemacht hatte. Endlich kam die Stunde des Gerichts über ihn, und er wurde verurteilt, in der Kirche vermauert des Hungertodes zu sterben. Als dieses Urteil vollzogen war, hat seine Magd heimlich ein Loch in die Mauer der Kirche gebrochen, dem armen Sünder alltäglich Speise gereicht und so eine Zeitlang das Leben ihres Herrn gefristet.

Nun wurde aber einmal eine Ratte mit einer Wurst in der Kirche laufen gesehen. Darüber verwundert, spürte man nach und entdeckte ein Loch in der Mauer, vor dem sich ein Teller mit dem Bratwurstgericht fand. So wurde die List der getreuen Magd verraten.

Als man darauf die Mauer öffnete, war der unglückliche Mann noch am Leben, obwohl eher einem Gespenst als einem Menschen gleich. Er wurde freigelassen.

 


 

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