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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 635
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Geist im Schloß zu Gräfenberg

Vor alten Zeiten führte ein bedeckter Gang aus dem östlichen Eck des Schlosses zu Gräfenberg zum herrschaftlichen Stand in die Kirche. Dieser Stand konnte geheizt werden.

Die Heizerin – Mißbacher mit Namen – stand einmal in der Christnacht bei hellem Mondschein auf, um zu heizen, weil sie meinte, es breche der Tag an. Nachdem sie geheizt hatte, las sie ein Weihnachtslied im Herrenstand, weil sie auf den vermeintlich nahen Glockenschlag sechs Uhr warten und dann zur Kirche das erste läuten wollte. Plötzlich hörte sie Tritte. Die Tür öffnete sich, eine Figur in buntem Kleid trat herein, wandte sich ein paarmal um, entfernte sich, worauf die Tür sich wieder schloß. In dem Augenblick schlug die Glocke zwölf Uhr.

Der Gang ist längst abgebrochen, geheizt wird im Herrenstand auch nicht mehr, daher mag sich die Erscheinung auch nicht mehr zeigen.

 


 

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