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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 581
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die Glocke zu Kastl

Von Eduard v. Schenk.

        Nach blut'ger Kaiserschlacht verhalltem Toben,
Nach Friedrichs Fall vom Thron zum Kerkerturme,
Hat Ludwig hier auf hohem Erkerturme
Als Siegesdenkmal mich emporgehoben.

Ich klang, um Gott für diesen Sieg zu loben,
Zum erstenmal; doch nachts, bewegt vom Sturme,
Gedacht ich Friedrichs, seufzend ob dem Wurme
Des Grams, der im Verlies sein Herz umwoben.

Bald aber mußt' ich trauernd ganz verstummen,
Als Ludwig ward umblitzt vom Kirchenbanne
Und für ihn mehr kein Glöcklein durfte summen.

Dann erst, als beide waren hingeschieden,
Erwacht' ich, läutete dem großen Manne
Und seinem großen Gegner ew'gen Frieden.

 


 

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