Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Alexander Schöppner >

Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 580
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
Schließen

Navigation:

Kastls Ursprung

Um das Jahr 907 nach Christi Geburt kam ein gewisser Herzog Ernst, der früher dem deutschen Reich wichtige Dienste geleistet hatte, von einer verheerenden Überschwemmung aus Seeland – genannt Meotide – vertrieben, an den Hof Kaiser Ottos II., der auch genannt ist der Rote. Diesem klagte Ernst seine Not und wie er durch diese schreckliche Wasserflut mit den Seinigen höchst unglücklich geworden sei. Der Kaiser, eingedenk der Verdienste, die sich Ernst vormals um das Reich erworben hatte, wies dem Verunglückten einen großen Strich des Nordwalds an.

Ernst sammelte nun den Überrest seiner Leute aus Seeland und machte den ihm von des Kaisers Großmut überlassenen Strich Landes im Nordwald urbar. Anfangs erbaute der Herzog auf einem Berg, an dessen Fuß das Dorf Brunn liegt, bei Lauterhofen eine Burg.

Eines Tages ritt er dem Wild nach und erblickte im Tal am Flüßchen Lauter einen Berg. Sogleich dachte er Brunn zu verlassen und auf diesem Berg für sich und seine Kinder eine Burg nebst einer Kapelle zu Ehren der Apostel zu bauen. So geschah es. Der Berg wurde Kastlberg geheißen.

 


 

 << Kapitel 579  Kapitel 581 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.