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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 579
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die Wallfahrt zu Trautmannshofen

Die Wallfahrt zu Trautmannshofen in der Oberpfalz ist uralt, scheint aber erst im fünfzehnten Jahrhundert durch folgenden Anlaß größere Teilnahme gefunden zu haben.

In diesem Jahrhundert kamen in damaligen Kriegszeiten einige Hussiten in das Kirchlein zu Trautmannshofen, erblickten das hölzerne Bildnis der Heiligen Jungfrau Maria, erzürnten sich und stießen wider sie die greulichsten Lästerungen aus, rissen das Bild vom Altar, eilten damit einem Scheiterhaufen zu und warfen es mit Wut in das Feuer. Allein – o Wunder! – das Bild stellte sich sogleich ohne alle Verletzung wieder auf den Altar und zeigte das liebliche Angesicht, um diese verruchten Sünder zur Buße zu ermuntern.

Allein die gottlosen Bilderstürmer, über dieses Wunder noch heftiger ergrimmt, griffen das zweite Mal nach dem Bild und warfen es wiederholt in die Flammen. Aber auch das andere Mal erschien das Bild der Heiligen Jungfrau auf demselben Altar, ohne vom Feuer verletzt worden zu sein.

Ebenso fruchtlos blieb ein erneuter, dritter Versuch, das Bild durch Feuer zu vernichten; auch das dritte Mal sah man es unversehrt auf dem Altar stehen, worauf die boshaften Hussiten ermüdet und gedemütigt von ihrem frevelhaften Unternehmen abließen.

 


 

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