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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 566
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Ursprung der St.-Salvator-Kirche bei Donaustauf

Zu den Zeiten, als Pfalzgraf Ruprecht der Junge, Herzog Stephan mit seinem Sohn Ludwig, Herzog Hans mit seinem Sohn Herzog Ernst und Herzog Albrecht zu Straßburg die Stadt Regensburg und Stadtamhof nach Kaiser Karls Tod belagerten, haben sie sich im Herbstmonat vor Donaustauf gelegt, das Schloß, den Markt und die Kirche eingenommen. Wein und Reben mußten herhalten; jener wurde abgeschnitten, diese wurden ausgerissen und ins Lager gebracht.

Dabei hat sich der Diener Andreas des Offiziers Georg Oberhauser samt anderen zwei Gesellen unterfangen, in dem unterhalb des Marktes liegenden St.-Martini-Gotteshaus zu Sulzbach einzubrechen und dort aus dem Sakramenthäuschen einige heilige Hostien, die in einem samtenen Beutel gelegen waren, zu entwenden, die sie hernach unter einem Stein auf dem Berg, wo jetzt das Gotteshaus St. Salvators gebaut und der Stein in dessen Mitte versetzt worden ist, vergraben haben. Den Beutel haben sie einer Judenmagd im Lager für sieben Regensburger Pfennig verkauft.

Solche gottlose Tat aber hat Gott bald mit verdienter Strafe gerächt: Der Rädelsführer hat einen wütenden Tod genommen, der andere wurde von seinem Gaul bei der Tränke im Wasser erschlagen, der dritte von einem seiner Kameraden erstochen.

Diese Geschichte sowie auch viele empfangene Wohltaten haben Anlaß gegeben, den Ort mit einem Kirchenbau zu beehren, wiewohl von den heiligen Hostien keine mehr vorhanden ist.

 


 

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