Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Alexander Schöppner >

Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 549
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
Schließen

Navigation:

Der Fluchacker bei Dinzling

Es war in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, als die Mäuse in vielen Gegenden Niederbayerns so überhand nahmen, daß sie eine wahre Plage für Land und Leute wurden. Da ritt ein Bauer von Dinzling auf seinem Braunen hinaus, um die Verwüstung zu schauen, die die schädlichen Tiere angerichtet hätten. Von der herrlichen Wintersaat war auch nicht ein grünes Hälmlein mehr zu sehen. Da fing der Bauer, während er seine Äcker umritt, dergestalt an zu fluchen, daß es wahrhaft gotteslästerlich war und es die Nachbarn mit Schrecken vernahmen.

Am Abend kam das Pferd, von Schweiß triefend, allein nach Hause zurück, zitternd am ganzen Leib. Die Bauern sagten, der Schwarze habe den Lästerer geholt, und nannten diesen Acker von jenem Tag an den Fluchacker.

 


 

 << Kapitel 548  Kapitel 550 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.