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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 548
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die feurigen Männer

Zwischen Thalmassing und Dinzling ist eine Mühle, die nennt man die Teufelsmühle und weiter hinein in der Waldgegend heißt man's in der Hölle. Da sind in früheren Zeiten oft feurige Männer gesehen worden, die vor den durch den Wald Fahrenden oder Gehenden hergingen und den Weg erhellten, so daß sie glücklich hindurchfanden.

Einmal fuhr ein Bäuerlein von Dinzling, das nach St. Emmeram in Regensburg gehörte, in aller Morgenfrühe mit einem Fuder Holz durch den Wald und warf mit seiner Fuhre, da es sehr dunkel war, um. »Wenn nur der feurige Mann da wär'«, sprach er etwas schalkhaft so vor sich hin, »daß ich mein Holz wieder aufladen könnte.« Plötzlich fuhr's wie ein zuckender Blitz daher, und das hellste Licht schien um den Wagen und um die Rosse. So konnte er wieder aufladen und weiterfahren, indem die Bahn vor ihm wie von Tageshelle umleuchtet war. Als er das Ende des Waldes erreicht hatte, murmelte er vor sich hin: »Gottlob, daß ich jetzt so leicht da herausgefunden habe« – und plötzlich verschwand das Licht, und der feurige Mann ließ sich von diesem Tag an nicht mehr sehen.

 


 

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