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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 532
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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St. Englmar

Englmar: Dorf in Niederbayern.

Bei dem Dorf St. Englmar im Bayrischen Wald erhebt sich der Predigtstuhl. Er hat seinen Namen von dem Eremiten Englmar, der hier den Tod eines Märtyrers starb. Früher als Landmann im Passauischen begütert, hatte sich der fromme Mann zu Ende des elften Jahrhunderts in die Einsamkeit der Waldwüste zurückgezogen. Graf Aswin, auf dessen Gebiet er seine Zelle erbaut hatte, nahm ihn in seinen Schutz und befahl, daß ihm täglich aus der Küche des Schlosses Windberg Speise gebracht werde. Allein der Diener, der diesen Auftrag zu vollziehen hatte, wurde seines Geschäftes bald überdrüssig, und um sich den ermüdenden Gang auf rauhem Waldpfad zu ersparen, tötete er den Einsiedler meuchlings mit einem Wurfpfeil.

Nicht lange nach dieser Greueltat kam der Graf auf der Jagd in die Gegend und sah zu seiner Verwunderung aus einem Gebüsch einen blendenden Glanz hervorstrahlen. Nachsuchend fand man dort den Leichnam Englmars.

 


 

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