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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 518
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Bühelstein

Der Bühelstein bei Frättersdorf war vor mehr als tausend Jahren ein stattliches Felsenschloß. Darinnen wohnte ein schönes Fräulein mit einem ungeheuren Schatz von Silber und Gold. Weil nun ihr ganzes Herz an dem Schatz hin, so gab sie auch der Liebe kein Gehör und verschmähte die Anträge ihrer Freier. Unter diesen war ein Zauberer namens Elso, der schwor dem stolzen Fräulein Rache und verwünschte ihr Schloß in Stein. Augenblicklich ward die stattliche Burg in einen Felsen verwandelt, in dem nun die reiche Maid eingeschlossen war.

Doch war ihr vergönnt worden, an einem bestimmten Tag des Jahres wieder ans Tageslicht zu kommen und ihr Geld zu zählen. Jedes Jahr am hohen Fronleichnamsfest, wenn es zur Wandlung läutet, öffnet sich eine verborgene Tür im Felsen, und das stolze Fräulein wandelt ans Tageslicht. Schon manche haben sie dann auf dem Schatz sitzen und ihre Haare kämmen sehen. Zwölf Sekunden währt die Erscheinung; danach ist keine Spur mehr von ihr zu sehen.

 


 

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