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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 514
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die Wolfsindiskapelle zu Reisbach (1)

Unweit des Marktes Reisbach, im Landgerichtsbezirk Dingolfing, erhebt sich auf einer kleinen Anhöhe ein freundliches Kirchlein zu Ehren der heiligen Jungfrau und Märtyrerin Wolfsindis oder Wolfsine. Die Verehrung dieser Heiligen in der Gemeinde Reisbach und der Umgegend erstreckt sich in die graueste Vorzeit zurück. Über ihr Leben und ihren Tod schweigt jedoch die Geschichte; nur die bis auf unsere Tage im Munde des Volkes lebendige Sage weiß Aufschluß zu geben.

Die heilige Wolfsindis soll die Tochter eines Gaugrafen auf dem Schloß Warth gewesen sein. Obgleich im Heidentum erzogen, gelang es ihr doch heimlich, in der christlichen Glaubenslehre Unterricht zu erhalten. Sie bekehrte sich zum Christentum, wurde aber deshalb von ihrem ergrimmten Vater grausam getötet. Sie wurde nämlich an die Schweife wildgemachter Ochsen gebunden, danach gen Reisbach hinabgeschleift, wo die Tiere an der nahe am Markt hinziehenden Hügelkette stehengeblieben seien. Ihre Gebeine wurden später von frommen Händen gesammelt und in der Pfarrkirche St. Michael begraben, wo die Märtyrerin als Schutzpatronin bis auf unsere Zeiten verehrt wurde.

An der Stelle, wo ihr unschuldiges Blut geflossen ist, sprudelt eine mächtige Quelle, deren Heilkraft von alters her viele Gläubige herbeizog.

 


 

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