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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 50
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Ursprung des Pferdemarktes zu München und Keferlohe

Als Kaiser Otto der Große mit den Hunnen auf dem Lechfeld stritt, neigte sich anfangs der Sieg auf die Seite der auf kleinen, windschnellen Rossen sich gar leicht bewegenden Feinde. Den Deutschen gebrach es an Leichter Reiterei, daher kamen sie plötzlich in große Gefahr, so daß der Kaiser selbst einen Augenblick den Tag verloren gab und ausrief: »Dagegen vermögen Menschen nichts, da muß Gott helfen!« Um so größer war seine Freude, als er die Bayern mit ihren vielen und zahlreichen Pferden herankommen sah. Mehrere Anführer schlug er zu Rittern, obgleich sie nur Bauernkittel trugen; auch soll er das Volksfest der Wettrennen sowie den Münchner und den Keferloher Pferdemarkt gestiftet haben. Zwei Hauptleute jenes Tages sollen eifersüchtige Nebenbuhler gewesen sein. Niklas und Balthasar waren ihre Namen. Einer wollte es dem andern zuvortun an Pracht der Waffen und der Rosse, des Hauses und des Kirchgangs, der Knechte und Marställe. Der Wetteifer entartete in Neid und Haß. Zuletzt wollten sie einander nicht einmal mehr in der Kirche erblicken. Jeder baute sein eigenes, jener das Jakobs-, dieser das Niklaskirchlein. Ein dritter Nachbar auf der Georgenschwaige zu Milbertshofen, der Keferloher, ließ sich beiden zum Trotz einen Pflug von purem Silber machen aus der unermeßlichen ungarischen Beute. Er spannte die schönsten vier Pferde dran und setzte den Silberpflug mit dem Viergespann in sein Wappenschild.

 


 

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