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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 448
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Sage von Sandau bei Landsberg

Eine halbe Stunde von Landsberg abwärts, am rechtsseitigen Hochgestade des Lechflusses, liegt ein mit tiefem Graben umschlossener Hügel, Sandau genannt. Hier wurde ehemals oft nach Schätzen gegraben. In dem Schloß wohnte ein Ritter mit Frau und zwei Töchtern.

Als einst der Herr abwesend war, wollte die Frau mit ihren beiden Töchtern in der Kutsche ausfahren, als man oben in Landsberg zur Wandlung läutete. Der Kutscher sprang vom Bock, zog den Hut ab, machte das Kreuz und warf sich auf die Knie. Die vermessene Frau sagte: »Fahr zu in Teufels Namen!«

Da versanken Mutter und Töchter mit Wagen und Pferd; nur der Kutscher, am Rand des Abgrunds kniend, blieb unversehrt.

Mit ihnen versank auch das Schloß. Im Keller sitzt eine Weiße Frau, die sich zu heiligen Zeiten auf dem Platz, wo das Schloß versunken ist, sehen läßt. Die Leute sagen, in dem versunkenen Schloß liege ein goldener Pflug.

 


 

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