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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 44
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die »Haiden« zu Kettershausen

Kettershausen unweit Babenhausen in Schwaben.

Zu Kettershausen vor dem Ort liegt in einem Hohlweg des Wagners Haus. Vorzeiten ist es nicht mit rechten Dingen zugegangen, denn die »Haiden« haben in der Nähe gehaust in einem Berg, und sie kehrten oft beim Wagner ein und halfen der Wagnerin in ihrem Hauswesen. Nachts, wenn die Wagnersleute geschlafen haben, sind sie heimlich ins Haus gekommen und haben Wasser getragen, die Stube ausgekehrt, den Stall gemistet. Und so ist es in allen Dingen gewesen.

Dafür wußte aber auch die Wagnerin es drauf anzulegen, die »Haiden« bei gutem Mut zu erhalten; denn alle Abende legte sie ein Brötlein unter die Tür und stellte ein Krüglein mit Wasser dazu; und sooft etwas mehr zu tun war im Hauswesen, gab sie drei Brötlein und drei Krüglein, und man hat allezeit reinen Tisch gefunden. So ist es viele Jahre gewesen. Aber plötzlich sind sie ausgeblieben und nicht wiedergekommen; wahrscheinlich hat die Wagnerin das Ding ausgeschwätzt, und so etwas können sie nicht leiden, die »Haiden«, wie man dies aus vielen anderen Geschichten weiß.

 


 

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