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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 437
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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's Ettaler Mannl

Von F. v. Kobell.

              's Ettaler Mannl is schwaar und stark,
Hat in die Knocha a stoaners Mark,
Kümmert si nit um Wetter und Wind,
Is a wahrhaftig Felsenkind.

's Ettaler Mannl schaugt weit ins Land,
Hat zun schaugn an prächtinga Stand,
Was's denn da draußen derschaugn will,
Allewei ernsthaft und allewei still.

I will's enk sagn: Es schaugt und sinniert,
Was der Boar für a Leben führt,
Ob er no brav wie sunst und guat,
Ob er's no hat sei tapfers Bluat,

Ob er no treu sein Herrn und Land,
Drum schaugt 's Mannl so umanand;
Und wur 's anders, na pfüat di Gott,
Nacha wohl kemmet a großi Not.

's Ettaler Mannl, es steiget ra',
Werfet sein graabn Mantel a',
Nacha wohl sechet's, es is a Ries',
Wie gar nia oana gwesn is.

Und mit die stoanern Füaß' und Arm'
Schlaget's und hauset, daß Gott derbarm;
Hauset gar bös in ganzn Land,
Bis 's wieder sauber vo Schimpf und Schand.

's Ettaler Mannl, no steht's in Fried,
's geht scho no richti, es feit si nit,
Laßt's no nit aus, seid's brav und guat,
Daß si des Mannl nie rührn tuat.

 


 

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