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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 433
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Bauernbursch auf 'n Karlsberg

Von Franz v. Kobell.

                  Es is amal a Bauernbursch
Auf 'n Karlsberg ganga, Nußn brocka,
Da bigegnt ihm a schöne Frau,
Natürli is er dra nit derschrocka
Und hat s' fei grüßt und sagt dazua:
»Mögt's nit meini Nuß um a Bussei tauschn?«
Es hätt' 'n halt gfreut, mit den schön Wei'
A bißl scherzn und tandln und plauschn.
Zu seiner Verwund'rung sagt die oa:
»Wann d' ma willst vo Herzen drei Bussein gebn,
So sollst dafür kriegn Geld und Guat,
Daß's woltern langt für dei ganz Lebn.« –
»Hoho«, sagt der Bua, »da bin i dabei,
Kunnt' ja koan bessere Handel nit macha«,
Und gibt ihr des erschti Bußl glei,
Und drauf tuat sie gar seltsam lacha.
Und wier er ihr 's zwoati gebn will,
So werd des Wei' an abscheuligi Schlanga,
Jetz is den Buabn ja freili sei Lust
Gar gschwind fürs ganzi Gschpiel verganga.
Und laaft mit Schrick und Grausn davo,
Und d' Schlang is na gar der Teufi worn,
Und weil er 's Versprecha nit ghalten hat,
So haut ihm der no a Paar hinter d' Ohrn. –

Seit dera Geschicht is's weltbikannt,
Daß schöni Weiber gar oft verlogn;
Es steckt nit allzeit an Engel drin
Und hat oan der Handl scho grausi bitrogn.

 


 

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