Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Alexander Schöppner >

Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 385
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
Schließen

Navigation:

Die Geisterfahrt zu Günzburg

Zu den sogenannten heiligen Zeiten sahen oft Leute in der Mitternachtsstunde aus dem Schloß zu Günzburg einen schwarzen Wagen, den vier Rappen zogen, und Männer in Trauerkleidern mit verhülltem Antlitz ziehen. Ein Bürger, der im Wirtshaus des Guten zuviel getan haben mochte, sah am Nachhauseweg den Gespensterzug nahen und stellte sich diesem trotzig in den Weg; vielleicht glaubte er, weil einem Besoffenen ein Fuder Heu ausweiche, daß auch Geister Respekt vor ihm haben würden. Aber er wußte nicht, wie ihm geschah, als er sich wie von sausendem Wirbelwind gepackt fühlte und am Morgen auf einer Wiese gegen Burgau erwachte.

Später fand man beim Bauen im Schloß einen toten Körper und begrub ihn auf dem Kirchhof. Von dieser Zeit an kehrte die Erscheinung nicht wieder, daher glaubte man, der Verstorbene habe in geweihter Erde begraben sein wollen.

 


 

 << Kapitel 384  Kapitel 386 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.