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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 364
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Pfalzgraf Philipp Wilhelm zu Neuburg

Erzählt von K. A. Böhaimb

Philipp Wilhelm, Pfalzgraf zu Neuburg, hegte lebenslänglich eine große Verehrung zum heiligen Michael. Die Ursache war folgende: Ein Bauer, der in großer Not war, traf auf dem Feld unweit Neuburg einen Jüngling, der sich Michael nannte und ihn um die Ursache seines Kummers befragte. Der Bedrängte klagte ihm seine Not, worauf ihn der Jüngling ermahnte, zum Pfalzgrafen in die Residenz zu gehen, um ein Almosen zu bitten und den Hofbedienten aufzutragen, den jungen Prinzen Philipp Wilhelm in ein anderes Zimmer zu bringen. Die Ursache dieser Vorsorge werde die Zeit lehren; seinem Kummer aber werde sodann abgeholfen werden.

Der Bauer tat, wie ihm geraten worden war. Man wunderte sich bei Hof über den Auftrag, fand aber nach näherer Besichtigung die Zimmerdecke baufällig und beschloß dem Rat Folge zu leisten. Die Decke ist bald darauf eingestürzt.

Derselbe Philipp Wilhelm war sehr freigebig gegen die Armen und trug immer einen Almosenbeutel bei sich. Als er einmal bei Wien auf einer Wildschweinjagd war und von einem Eber angefallen wurde, geschah es, daß der Zahn des Wildschweins gerade den Almosenbeutel traf und der Herzog dadurch schadlos blieb.

 


 

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