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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 362
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Feuerhund im Schloß zu Hütting

Hütting bei Neuburg a. d. Donau.

Oben im dunklen Gewölbegang der Feste von Hütting lagen einst unermeßliche Schätze verborgen, auf denen ein großer feuerspeiender Hund mit glühenden Augen als Wächter ruhte. Es gab vorzeiten beherzte Männer genug in der Gemeinde, aber keiner hat es gewagt, den Mammon zu heben.

Endlich vor mehr als hundert Jahren stieg ein verwegener Hirtenknabe in das schauerliche Gewölbe. Nach drei Stunden kam er wieder an die Türöffnung zurück, stürzte aber da sogleich ohnmächtig zusammen. Man brachte ihn mühsam auf der heimlichen Stiege in das Dorf hinab, wo er wieder zum Bewußtsein kam; allein ihm war das Sprachvermögen verschwunden. Er vermochte nur durch Gebärden die gehabten schrecklichen Erscheinungen anzudeuten und starb am dritten Tag.

Nun war der Bann gelöst, der Feuerhund war mit dem Schatz versunken, und die Spukgeister, die zu heiligen Zeiten die Ruine umschwebten, ließen sich fortan nicht wiedersehen.

 


 

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