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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 358
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die Teufelsstraße bei Ried

Zwischen Dollnstein und Konstein ist ein sumpfiges, von felsigen Bergen eingeschlossenes Tal, in dem von Dollnstein bis zu dem kleinen Dorf Ried hie und da Steine hervorstehen, die einem Straßenbruchstück gleichen. Das Volk erzählt davon:

Eine Bäuerin zu Ried war mit dem Teufel einen Bund eingegangen und hatte diesem ihre Seele verpfändet. Als ihre Todesstunde nahte, ließ sie den Kaplan von Dollnstein holen. Diesem widersetzte sich der Teufel mit listigen Vorwänden; allein der Priester wußte ihn dahin zu bringen, daß er ihm bis Ried folgte und sogar eine Steinstraße bahnte, was so geschah, daß er immer vor die Füße des Geistlichen Steine warf, bis dieser Ried erreicht hatte.

Die von Reue zerknirschte Bäuerin empfing die heiligen Sakramente. Der Teufel war um ihre Seele betrogen und ließ aus Ärger bei seiner Flucht das noch sichtbare Straßenstück liegen.

 


 

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