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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 353
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das Wütende Heer bei Pirmasens

Ein Jäger war einst auf dem Anstand. Da kam eine sehr große, schön gefleckte Katze, die sich in seine Nähe machte und schmeichelte, wie Katzen zu tun pflegen. Der Jäger fand das Tier unheimlich und entfernte sich, um einen anderen Platz im Wald für den Anstand auszusuchen. Kaum war er da, so kam die Katze wieder, schlich sich um ihn herum, kletterte auf einen Baum und sah ihn fortwährend mit ihren scharfen Augen an.

Der Jäger wollte erfahren, ob er eine wirkliche Katze vor sich habe, und legte auf sie an. Plötzlich schwoll das Tier, rollte die feurigen Augen und brauste in den Wald. Ein Sturm erhob sich, der alle Bäume umzureißen drohte.

Am nächsten Tag fragte ihn sein vorgesetzter Revierjäger, ob ihm gestern nichts begegnet sei? Er hielt anfangs mit der Erzählung zurück, teilte sie aber dann doch mit, worauf der Revierjäger sagte: »Nun ist mir die Erscheinung von gestern erklärbar, denn ich habe in derselben Zeit auf dem Kreuzweg einen kopflosen Reiter gesehen – das war das Wütende Heer.«

 


 

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