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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 341
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das steinerne Kreuz

Auf einer Anhöhe bei Winnweiler steht ein steinernes Kreuz. Dort jagte einmal ein Reitersmann im einsamen Wald, da brach der Abend herein, und Finsternis bedeckte Weg und Steg, so daß der Reiter sich der Führung seines guten Rosses überlassen mußte. Das Roß aber kannte den Weg und trug ihn ungefährdet durch die Nacht von dannen.

Auf einmal stand es plötzlich still und konnte durch kein schmeichelndes Wort, auch durch keinen Sporn mehr angetrieben werden. So mußte der Reitersmann absteigen und auf derselben Stelle im dunklen Wald sein Nachtlager nehmen.

Als er nun am Morgen erwachte, wie sehr erstaunte er, als sich vor seinen Augen ein gähnender Abgrund auftat, an dessen Rand er geschlummert hatte. Wäre sein treues Roß gestern einen Schritt weiterzubringen gewesen, so hätte der Ritter sein Grab in der Tiefe gefunden. Freudig kniete er nieder und dankte Gott für seine wunderbare Rettung und ließ später auf jener Stelle ein steinernes Kreuz zum Andenken für ewige Zeiten errichten.

 


 

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