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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 320
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das Nonnental bei Neustadt a. d. Haardt

Das Nonnental bei Neustadt führt seinen Namen von dem Nonnenkloster, das vorzeiten dort gestanden sein soll. Hier geht die Vorsteherin dieses Klosters um, weil sie ihre Untergebenen über die Maßen hart behandelte. Alle sieben Jahre am selben Tag, an dem das Gotteshaus zerstört wurde, steht es wieder ganz da, jedoch nur den Sonntagskindern sichtbar.

Da war einmal ein Schäfer in der Gegend – auch ein Sonntagskind –, der hat des Nachts Kloster und Kirche hell erleuchtet gesehen, auch den Chorgesang der Nonnen gehört. Er ging auch darauf zu, in der Absicht, die Nonnen zu erlösen und den dort verborgenen Schatz zu heben; allein als er in die Kirche kam und die vielen Totengesichter samt der Vorsteherin am Altar erblickte, ist ihm der Angstschweiß über das Gesicht geronnen und der Stoßseufzer entschlüpft: »Gelobt sei Jesus Christus!«

In demselben Augenblick verschwanden Kloster und Kirche, und der Schäfer hörte nur noch den schmerzlichen Ruf: »Ach, jetzt muß ich wieder sieben Jahre warten!«

 


 

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