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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 314
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das fromme Knäblein zu Speyer

In Speyer sieht man ein wundertätiges Marienbild, das das Jesukindlein auf dem Arm trägt. Zu diesem trat einmal ein Knäbchen, das ein Stück Brot in der Hand trug; davon brach das Kind ein Bröcklein und reichte es dem Jesuskind bittend hin mit den Worten, derer sich die Kinder gewöhnlich zu bedienen pflegen: »Da, Kindchen, da, beiß einmal.«

Da neigte sich das Bild des Jesukindes und umfing das Knäbchen, indem es sprach: »Mußt nicht mehr weinen, Kindchen, über drei Tage sollst du mit mir zusammen essen.«

Das hörte des Knäbchens Mutter, und sie zitterte und bebte, erzählte auch das Wunder einem alten Kanonikus, der gerade vorbeiging. Dieser erkannte den Sinn jener Worte und sprach: »Frau, habt acht auf Euer Kind, denn es wird kaum noch drei Tage leben.«

So geschah es auch – das Knäbchen bekam ein Fieber und war am dritten Tag tot.

 


 

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