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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 311
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Harfner auf dem Trifels

Von F. Aulenbach

        Wer sitzt dort auf den Trümmern im Sonnenniedergang?
Sein Lied, es tönt so schaurig zu seiner Harfe Klang.
Es ist der treue Harfner in seinem greisen Haar,
Er singt von einem König, der dort gefangen war.
Schon sind's vielhundert Jahre, daß hier in Kerkernacht
Der Löwe Richard grollte in schnöder Fesseltracht.
War dies der Lohn dem Helden; der für des Glaubens Gut
Im fernen Syrerlande vergoß sein edles Blut?
Der Turm ist längst zerstoben samt dem, der drinnen lag,
Kaum daß die Zeit noch Spuren gelassen hat der Schmach.
Doch Zeit und Sturm und Jahre, sie taten nichts zuleid
Dem treuen Harfner droben, der kennt nicht Raum noch Zeit.
Wenn sich die Sonne neiget, hört man zur Harfe dann
Sein schaurig Lied ertönen von dem gefangnen Mann.

 


 

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