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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 272
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die Eilingsburg bei Kissingen

Die Saale fließt an einem Berg vorüber, der die Patzeleiten genannt wird. In dem östlichen steilen, dichtbewaldeten Abhang steht der Sandsteinfelsen zutage. Dieser Platz heißt Eilingsburg. In den Felsen führt die Wichtelhöhle; an deren Eingang soll ein hohler Raum sein, gleich einer Kammer, von dem aus ein schmaler, niedriger Gang bis Aura führen und nach alter Sage ganz kleinen Leuten, Wichtelen genannt, zum Aufenthalt gedient haben soll.

In Lindes an der Saale, in der Lindesmühle, lebte in alten Zeiten ein Müller, den diese Wichtelen zum reichen Mann machten, denn sein Speicher war immer voll Getreide. Einst stieg ein Wichtel über die Treppe nach dem Speicherboden. Obgleich er nur eine Kornähre trug, so kreischte er doch wehleidig und unaufhörlich. Darüber wurde der Müller zornig und rief: »Du Blutkröt, wie kreischst du über dein Ährla Korn?«

Auf diese rauhe Rede trugen die Wichtelen alles Getreide fort und machten den Müller zum armen Mann.

Vom Schloß Aura führt ein unterirdischer Gang weg; denn einst wollten die jungen Edelleute den in diesen Gängen verborgenen Schatz suchen. Als sie aber vordrangen, sahen sie drei Gestalten um einen Tisch herum sitzen, der ganz mit Gold bedeckt war; sie erschraken und liefen so schnell davon, daß einer über den anderen fiel.

 


 

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