Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Alexander Schöppner >

Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 270
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
Schließen

Navigation:

Die Saalenixe

Am grünen Ufer der Saale saß eine liebreizende Nixe, beschäftigt, mit ihrer Angel Fischlein zu fangen. Diese sah von weitem ein Jäger und war entzückt von der Schönheit des Angesichts und dem Liebreiz der Gestalt. Schnell eilte er hinunter ins Tal und gesellte sich zur anmutigen Fischerin. Er bewunderte ihr Geschick, die Fischlein zu angeln, und schmeichelte ihr mit schönen Worten. Das Mägdlein aber lächelte schalkhaft und meinte, daß es wohl noch bessere Angeln als diese verwahre: wer damit gefangen werde, der könne sich nimmer befreien.

Das verstand der Jäger gar wohl, denn er merkte bereits, daß er selbst mit seinem Herz an dieser Zauberangel gefangen worden war. Indessen schätzte er sich glücklich, die Liebe der holdseligen Wasserjungfrau gefunden zu haben, und wollte ihr eben den ersten Kuß auf die Lippen drücken – als in demselben Augenblick die Nixe in den Fluten der Saale verschwand. Da stand nun der arme Liebesjäger und sah der Treulosen nach und erzählte den Erlen und Saaleweiden sein Herzeleid.

Und noch heute wandelt der Jäger einsam das Tal auf und ab und klagt in vernehmbaren Tönen sein Schicksal.

 


 

 << Kapitel 269  Kapitel 271 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.