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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 256
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Schornsteinfeger am Fischmarkt

Auf einem Schornstein des Fischmarktes zu Würzburg war früher ein Schornsteinfeger abgemalt zu sehen. Davon erzählt die Sage: Nach der Schlacht bei Nördlingen rief der schwedische Heerführer, der damals in Würzburg lag, seine Leute auf dem Fischmarkt zusammen und verkündete ihnen in schwedischer Sprache, damit es die Würzburger nicht merkten, was bei Nördlingen vorgefallen sei und wie man sich schleunigst aus Würzburg zurückziehen müsse; vorher sollte jedoch die Stadt noch einmal gründlich geplündert werden.

Diese Anrede hörte niemand mit an als ein Schornsteinfeger, der aus dem Versteck eines benachbarten Schornsteins lauschte. Dieser hatte sich früher als Handwerksbursche ein wenig in Schweden umgesehen und sich so viel von der Sprache gemerkt, daß er die Würzburger sogleich von der drohenden Gefahr benachrichtigen konnte.

Als das der Magistrat hörte, traf er schnell geeignete Maßnahmen, und so mußten die Schweden diesmal mit leeren Säcken aus Würzburg ziehen. Zum Andenken an diese Begebenheit wurde ein Schornsteinfeger auf den Schornstein eines Hauses am Fischmarkt gemalt.

 


 

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