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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 232
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Wie Kitzingen seinen Ursprung nahm

Hadalagia war eine Tochter Karl Martells geheißen. Um diese versammelten sich Könige und Königssöhne von allen Landen, denn der Ruf ihrer Schönheit war weithin gedrungen. Sie aber gedachte, Gott allein zu dienen, in welchem Vorsatz ein frommer Beichtvater sie bekräftigte. Darob ergrimmte ihr Vater gar sehr und jagte sie samt dem Kaplan aus seinem Schloß.

Da wanderten nun beide des Weges fürbaß und kamen durch einen dichten Wald. Das schien ihnen ein rechter Ort, ein Kloster zu bauen und Gott zu dienen. Also versammelte Hadalagia noch andere Jungfrauen um sich und errichtete das Kloster. Dieses hat nachmals den Namen Kitzingen erhalten, von einem Hirten Kitz, der seine Herde in der Gegend weidete.

Einmal brach ein Wolf aus dem Wald hervor und ergriff eine seiner Ziegen. Der Hirtenknabe rief zur Mutter des Herrn um Hilfe und entriß dem Raubtier die Beute.

Als nun Karl Martell hörte, daß seine Tochter in der Einsamkeit wohne und dem Herrn diene, wurde sein Herz von Reue erfüllt, sie verstoßen zu haben. Also machte er sich auf, bat sie unter Tränen um Verzeihung und beschenkte das Kloster mit reichen Gaben. Und Hadalagia betete für den Vater bei Tag und bei Nacht.

 


 

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