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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 228
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das Wilde Heer bei Wipfeld

Wipfeld liegt nahe am Main. Der verstorbene Überführer Mitesser hörte bei Sturm und Regen vom jenseitigen Ufer herüber ein Gewinsel und glaubte, es wolle jemand übergefahren sein. Er fuhr hinüber, und das Wilde Heer bestieg die Fähre. Das waren große und kleine Geister durcheinander; er hatte aber so große Furcht, daß er sie nicht zu betrachten wagte.

Als nun das Wilde Heer übergefahren war, fragte einer, was sie schuldig seien. Aber der Fährmann getraute sich nicht, den Lohn zu bestimmen, und schwieg; darauf wurde ein Knochen auf den Ständer der Fähre gelegt. Als sie die Fähre verlassen hatten, rief ein zurückgebliebener Geist nach: »Wäre ich geschürzt und gegürtet, so könnte ich auch mit!«

Das hörte ein Mann, der oben am Haidgäßchen den Weizen hütete; er band dem Geist ein Strohseil um den Leib und sprach: »Nun kannst du nach!«

Der Geist gab dem Gerstenhüter eine Handvoll Gold. Nun eilte auch der Fährmann Mitesser hinab, um den Knochen zu holen; er fand ihn aber nicht mehr.

Das Wilde Heer kam von Altach, einem vormaligen Wald, und zog, nachdem es über den Main gefahren war, das Haidgäßl hinauf.

 


 

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