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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 221
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die goldgekrönte Schlange

Auf der Petersstirn ist schon oft eine Schlange erblickt worden, die trägt auf ihrem Haupt ein goldenes Krönlein. Einst ging ein Häcker (Weinbergsmann) den Berg hinauf, wo noch die geringen Mauerschädel des alten Klosters liegen; da rauschte mit raschem Ringeln ihm eine große und glänzende Schlange entgegen, die trug auf dem Haupt eine goldene Krone und im Maul ein großes Bund Schlüssel, die glitzerten und klingelten wie Silber.

Der Häcker entsetzte sich, hob seinen Karst, um nach der Schlange zu schlagen, da sah ihn die Schlange wehmütig an und bezauberte ihn mit ihrem Blick, daß er regungslos stand; und da sah er denn, daß sie weinte wie ein Kind. Als das einige Minuten gedauert hatte, verschwand die Schlange in der Erde und war ihm aus den Augen und hinweg, und es war nirgends im Boden ein Loch zu sehen.

 


 

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