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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 219
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Vom Götzen Lollus in Franken

Am Main, in der Gegend, wo nach der Zeit Schweinfurt erbaut worden ist, wurde zur Zeit des Heidentums ein Götze verehrt, der Lollus hieß. Sein Bild war von Erz, einem Jüngling gleichend. Auf dem Haupt trug er krauses, gelbes Haar. Um den Hals über die Brust herunter hing ein Kranz von Mag- oder Mohnsamenköpfen. Mit der rechten Hand griff er nach dem Mund und faßte mit Daumen und Zeigefinger die Zunge; mit der linken aber hielt er einen Becher Wein, in dem Kornähren lagen. Er war ganz nackt und hatte um den Leib einen Schurz.

Das Bildnis stand in einem nächst dem Main gelegenen Hain, der mit einem Zaun umgeben war, wo ihm das Volk zu gewissen Zeiten Trauben und Kornähren zu opfern pflegte. Ein Strich Landes wird noch heutigen Tages das »Löhle« oder »Lölle« genannt.

 


 

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