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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 212
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die Jungfrau an der Fürstentür des Doms zu Bamberg

Der Wärter am Jakobstor zu Bamberg hatte eine Tochter von großer Schönheit. Da fanden sich lüsterne Herren, das Mägdlein zu verführen; sie widerstand aber allen Einflüsterungen und bewahrte ihre Unschuld. Das verdroß den Satan, und er brachte es dahin, daß die Reine bei ihrem Vater sündigen Wandels angeklagt wurde. Der Vater glaubte den falschen Aussagen und ließ sein eigenes Kind zum Tode verurteilen.

Als sie nun hinausgeführt wurde und auf dem letzten Gang an der Fürstentür des Doms die auferlegte Buße verrichten sollte, warf sie sich auf die Knie und rief zur Heiligen Jungfrau, sie wolle gern in den Tod gehen, nur möge die Schmach der Hinrichtung von ihr genommen werden.

Und siehe – als sie das Wort gesprochen hat, fällt ein Ziegel mit großer Gewalt vom Dach und schlägt die Flehende tot. Alles Volk erkannte die Unschuld der Tochter, und zum Angedenken wurden zwei Bildsäulen: die der Heiligen Jungfrau und die des Mägdleins – dieses fünf Ziegel in der Hand – an der Fürstentür des Doms aufgestelltFünf Gesetztafeln, als Anspielung auf die 10 Gebote. So weiß das Volk zu deuten nach seiner Art..

 


 

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