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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 208
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Gang nach dem Kalkofen

Sage von der Gertraudenkapelle zu Bamberg.

Es war ein Edelknabe der Kaiserin, den man des sträflichen Umgangs mit ihr verdächtigt hatte. Diesen befahl der Kaiser im Kalkofen jenseits des Mains zu verbrennen. Also gab man den Arbeitern die Weisung, den ersten, der kommen und fragen würde, ob des Kaisers Befehl vollzogen sei, ohne weiteres zu ergreifen und in den Kalkofen zu werfen. Diesen Befehl bewirkte ein gottloser Kämmerling Kunigundes, indem er den unschuldigen Edelknaben beim Kaiser verleumdete.

Als nun der Jüngling, um das Gebot seines Herrn zu vollziehen, des Weges nach dem Kalkofen wandelte, kam er an der Kapelle der heiligen Gertraud vorüber, wo der Priester soeben das Meßopfer verrichtete. Da gedachte der Edelknabe frommen Sinnes, dem heiligen Opfer beizuwohnen und sodann seinen Gang nach dem Kalkofen fortzusetzen.

Unterdessen war auch der Kämmerling herausgegangen, Nachfrage zu tun, ob des Kaisers Gebot vollzogen sei. Da ergriffen ihn die Knechte und warfen ihn in die Glut des Ofens. Gott hatte gerichtet. Der Kaiser erkannte seinen Irrtum und dankte Gott, daß er der Unschuld Zeugnis gegeben hatte.

 


 

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