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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 207
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die Feuerprobe der heiligen Kunigunde

Als Ort, wo die heilige Kunigunde die Feuerprobe bestanden habe, wird der Platz zwischen der alten Residenz und der Domkirche genannt.

Kaiser Heinrich II. und Kunigunde blieben beide unbefleckt bis an ihren Tod. Der Teufel wollte sie da unehren, daß sie der Kaiser beschuldigte, sie sollte mit einem Herzog in Ungebühr stehen. Die Frau bot dafür ihr Recht, dazu kamen viele Bischöfe und Fürsten. Da wurden sieben glühende Eisenscharen gelegt, die sollte die Frau betreten. Sie hob ihre Hände zu Gott auf und sprach: »Gott, du weißt wohl allein meine Unschuld; befreie mich von dieser Not, wie du es bei der guten Susanne getan hast!« Sie betrat mutig die Schar und sprach: »Siehe, Kaiser, so schuldig ich deiner bin, bin ich aller Männer.«

Da wurde die Frau gereinigt mit großen Ehren. Der König und alle Herren fielen ihr zu Füßen.

 


 

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