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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 198
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Wüstung Erbrechtshausen

Über dem Schloß Königsberg gegen Morgen, wo man nach Bramberg und Ebern geht, zwischen Sperbersheig und Roßberg, einem Wald, liegt einsam in der ebenen Feldflur ein Schafhof, und über ihm befinden sich öde Kapellentrümmer. In der Nähe dieses Hofes stand einst ein Dorf, dessen Namen er fortpflanzt: Erbrechtshausen, das nach der Sage der Umwohner versunken ist. Noch steht unweit des Hofes die Dorflinde neben einem Brünnlein, und die Kapelle hieß St.-Jakobs-Kapelle und hat zum Dorf Erbrechtshausen gehört.

Noch nicht lange ist's her, daß man nahe der Kapelle mehrere alte Leichensteine liegen sah, doch mit unlesbarer Schrift. Es soll dort nicht richtig und geheuer sein; und bisweilen in gewissen stillen Mondnächten soll das Dorf Erbrechtshausen wieder so, wie es vordem gestanden ist, auf der Oberfläche zu sehen sein. Dann steht auch die St.-Jakobs-Kapelle in ihrer alten Gestalt wieder da, und man sieht Scharen von gespenstischen Männern und Frauen in diese zum Gottesdienst eilen.

 


 

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