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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 196
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das Schneidersloch

Im Bereich der Burgtrümmer von Lichtenstein befindet sich eine in Stein gehauene Felshöhle, die wird das Schneidersloch genannt. Wildes Gestrüpp bedeckte die Öffnung, und sie konnte mit einem Steinblock verschlossen werden. Im Innern erblickt man eine Vertiefung am Boden wie eine Feuerstätte und eine Art Futteral eingemeißelt für eine Schere. Hier soll sich, so geht die Sage, zur Ritterzeit ein keckes Schneiderlein versteckt haben, das lauerte den Knappen auf, wenn sie einzeln, mit Beute beladen, in die Burg heimzogen, und erschoß sie tückisch und meuchlings, worauf es dann herauskam und die Gefällten beraubte.

Dieses Wesen trieb das Schneiderlein lange Zeit, bis endlich seine Untaten ans Licht kamen; da ist es mit feurigen Scheren und glühenden Nadeln zu Tode gemartert worden.

 


 

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