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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 19
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Roßkauf

Altes Volkslied

        Durch den Wald hin ritt der Müller
Will verkaufen seinen Schimmel;
Finster ist's, kein Mondenschein,
Und die lieben Sternelein
Halten sich verborgen.

Aus dem Busch tritt da ein Alter:
»Müller, mag dich Gott erhalten;
Ist der Schimmel dir nicht feil?
Vierzig Taler sind dein Teil,
So du ihn willst geben.«

Voran geht der Alte schnelle,
Und der Müller folgt zur Stelle:
»Schau hier an das Felsenhohl,
Hier ist unser Stall sowohl!
Folge mit dem Schimmel.«

»Sag, was sollen all die Rosse,
An die Krippen angeschlossen,
In dem ungeheuren Raum
Und daneben Sattel, Zaum:
Geht es bald zum Reiten?

Sag, was sollen all die Krieger,
Die dort in den Zellen liegen;
All in Waffen fein und blank
Schlafen sie auf harter Bank:
Wollen sie ans Fechten?

Sag, wer ist dort eingeschlafen
Auf der weißen Marmortafel?
Und sein Bart wie Feuersglut
Wächst ihm durch den festen Tisch –
Sag es mir, du Alter!«

»Der da schläft, ich will ihn nennen:
Sollst den röm'schen König kennen!
Wenn es an der rechten Zeit,
Wacht er auf und sein Geleit,
Auf wohl zu den Waffen!

All die Ross' in diesen Höhlen,
Viele tuen uns noch fehlen,
Laufen dann in weiter Welt,
Wo der Herr die Fahne hält,
Unser röm'scher König!«

 


 

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