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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 175
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Weiher ohne Frösche

Von L. Zapf.

Im großen Weißenstädter Weiher, der jetzt abgelassen und ausgefüllt ist, hat es keine Frösche gegeben; das ganze Jahr ließ sich keiner hören, und warf man einen hinein, so suchte er herauszukommen oder starb sogleich. Das kommt nun daher: Als einst der Pfarrer von Weißenstadt auf der Kanzel stand, schrien die vielen Frösche in dem großen Weiher so stark, daß er dadurch beinahe in der Predigt irre gemacht worden wäre. Da kam er in einen solchen Zorn und Eifer, daß er alle Frösche im Weiher verfluchte, so daß sie auch wirklich alle sogleich stumm wurden und starben. Und von dieser Zeit an ist kein Frosch mehr darin zu vernehmen gewesen. Auch wird erzählt, der Pfarrer und die Einwohner hätten sich mit einem »Landstreicher« abgefunden, der für eine Summe Geldes alle Frösche aus dem Weiher verbannte.

 


 

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