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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 161
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der goldene Ziegelstein

Waldstein im Fichtelgebirge.

In der Nähe des Waldsteins war einst ein armer Taglöhner mit Holzhauen beschäftigt. Als er eben im Begriffe stand, nach Hause zu gehen, trat aus dem Gemäuer der Feste ein kleines, freundliches Männchen, das ihn durch Gebärden ersuchte, einen Ziegelstein mit nach Hause zu tragen. Der Holzhauer nahm und betrachtete den Ziegel und wollte eben fragen, zu welchem Zweck er ihn mitnehmen solle, als sich das Männchen schon wieder entfernt hatte; er glaubte nun, man wolle ihn zum Besten haben, und warf den Ziegel weg.

Zu Hause angekommen, fragte seine Frau, warum seine Hände und verschiedene Stellen seiner Kleider so glänzten? Nun sah er, daß der Ziegelstaub, der, während er den Ziegel betrachtete, an seinen Händen und Kleidern geblieben war, purer Goldstaub geworden sei. Jetzt erst wurde ihm klar, welches Glück ihm die Erscheinung zugedacht hatte; er lief in größter Eile zurück, um den weggeworfenen Ziegel zu holen – allein er war und blieb verschwunden.

 


 

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