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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 147
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das Kreuz

Von F. Schmidt – Sage der Gegend von Ebermannstadt in Oberfr.

        Im Schweizer Land der Franken trägt eine Felsenwand
Ein Kreuz von schlichtem Holze, wie's graue Zeit schon stand.
Hat wohl das Kreuz erhöhet die Trauer, war's der Dank?
Es denken Christi Opfer die Herzen froh und krank.
Von einem Sterbebette eilt einst ein Priester spät,
Dem Sturm voranzuschreiten, der auf am Himmel steht.
Es stellt dem kühnsten Läufer im Gang der Sturm sich gleich,
Es stand ereilt der Pfarrer bald in der Nächte Reich.
Des Priesters Silberlocken durchfurcht des Regens Guß,
Und vor dem Abgrund tastet des Greises schwanker Fuß.
Da sendet Gott zur Leuchte den allgewalt'gen Blitz,
Daß rückwärts tritt der Priester vom grausen Felsenritz
Und auf den Knien betet: »Herr, deiner Rache Glut
Verwandelst du in Lämplein zu deiner Wandrer Hut.«
Da, wo das Kreuz sich hebet, erschien das Rettungslicht
Uns allen recht zum Zeichen: Gott läßt die Seinen nicht!

 


 

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