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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1365
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Hoimann zwischen Kottgeisering und Jesenwang

Auf einer Wiese zwischen dem Dorf Jesenwang und Kottgeisering trieb sich vorzeiten ein Mann herum, der ausrief: »Hoi, hoi, hoi! Wo soll ich ihn hintun! Wo soll ich ihn hintun?« Diese Erscheinung fand besonders in heiligen Zeiten, zumeist in der Oktav des Allerseelenfestes, statt.

Ein Trunkenbold ging eines Abends von Jesenwang nach Kottgeisering und hörte, als er zur Wiese kam, den Ruf des Hoimanns. Der Betrunkene schrie dem Hoimann entgegen: »Hoi, hoi! Wo mußt du ihn hintun? Wo du ihn hergenommen hast.«

Kaum hatte er dies gesagt, so stand statt des Hoimanns eine weiße Gestalt vor ihm, die ihn anredete: »Vergelt's Gott, daß du mich erlöst hast. Ich habe, als ich auf Erden lebte, den Markpfahl verrückt und wurde dazu verurteilt, so lange hier umzugehen, bis einer mir antwortete wie du. Nun gehe ich schon zweihundert Jahre um und harrte vergebens auf Erlösung, bis du gekommen bist. Du hast mich erlöst; Gott vergelt's dir!«

Die Sage setzt hinzu, daß der Betrunkene nüchtern geworden und nach Hause geeilt sei, um diesen sonderbaren Vorfall bekanntzumachen.

 


 

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