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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1364
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Schatz am Kellerbach

Im Forstrevier Schöngeising entspringt ein Bach, der Kellerbach genannt wird und durch das Feld des genannten Dorfes sich in die Ammer ergießt. An einem nicht ganz bestimmten Platz nahe diesem Bach soll seit uralten Zeiten eine Kiste voll Geld vergraben liegen. Darum hörte und sah man früher an diesem Bach geisterhafte Erscheinungen. Freilich nahmen diese nur Sonntagskinder wahr.

Ein solches war der Schullehrer U. von Schöngeising, der ein großer Jagdliebhaber war. Einmal kam er bei hellem Mondschein an den Kellerbach und sah zu seinem Erstaunen ein kleines Männchen sitzen, das allmählich wuchs und endlich eine solche Höhe erreichte, daß U. diese auf vierzig Schuh schätzte. Weiteres sah der Genannte nicht.

Der Jagdgehilfe Z. hörte am selben Ort ein fürchterliches Geräusch hinter sich, und als er sich hinter einer Hecke verbarg, um zu schauen, was nachkommen werde, kam auf einige Schritte vor ihn hin diese Erscheinung: Ein schwarzer Mann zog einen Karren, auf dem eine Totentruhe lag, in der sich ein Toter befand. Der Mann führte seinen Karren ganz nahe zu dem Jagdgehilfen hin und verschwand dann plötzlich. Z. wollte wissen, was das wäre; er suchte die ganze Umgegend durch und fand nichts. Endlich erblickte er einen großen Hund, der eine starke Kette nach sich schleppte. Das sah Z., der solche Dinge nicht glaubte, mit eigenen Augen.

Das Volk aber weiß noch viel mehr zu sagen.

 


 

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