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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1347
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Geißbauer von Schwennenbach

Als die Bayern und die Franzosen 1704 bei Höchstädt den Reichstruppen und den Engländern gegenüberstanden, führte ein Bauer von Schwennenbach (anderthalb Stunden nördlich von Höchstädt gelegen) eine Abteilung der Engländer auf der hinter dem Dorf sich hinziehenden, waldigen Hügelreihe bis zu einem Punkt, wo sie ungesehen den günstigen Augenblick, um vorzudringen, abwarten konnten. Der Umstand, daß dieser Trupp während der Schlacht aus jenem Versteck hervorbrach und die Gegner unerwartet von der Seite her angriff, soll wesentlich zu dem für Bayern und Franzosen so unglücklichen Ausgang des Kampfes beigetragen haben.

Die Sieger wollten sich aber dem hilfreichen Bauer dankbar erzeigen. Der Mann war arm, denn er hatte nur eine Geiß im Stall, daher wurde er der Geißhannes genannt. Da beschenkten ihn jene mit einem schönen Bauernhof, dessen jeweiliger Besitzer bis auf den heutigen Tag den Namen »Geißbauer« führt.

Von derselben Schlacht soll sich ein Sprichwort herschreiben, das in der Gegend um Höchstädt im Brauch ist, um die Entscheidung irgendeines Handels zu bezeichnen. »Im Lutzinger Krautgarten macht man's aus«, heißt es, vermutlich, weil auf den Krautfeldern von Lutzingen (bei Höchstädt) ein entscheidender Angriff stattgefunden hat.

 


 

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