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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 132
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Gründung des Klosters Heilsbrunn

Ein Ritter von Heideck siechte schon jahrelang am Fieber. Kein Mittel half, niemand konnte raten. Nun geschah es, daß er an einem fieberfreien Tag sein Roß bestieg, um sich in der frischen Luft ein wenig zu erholen.

Als er schon lange in Feld und Wald herumgeschweift war, befiel ihn brennender Durst, so daß er verschmachten zu müssen glaubte. Endlich kam er auf einen schönen grünen Rasenplatz; da hüpften und sangen die munteren Vöglein, da warfen die hohen Bäume kühlenden Schatten, und – was das Beste war – da sprang ein Brünnlein des herrlichsten Wassers mit lustigem Sprudel aus dem Felsen hervor. Sogleich war der Heidecker vom Pferd und schlurfte in langen Zügen das erfrischende Wasser. Von dieser Stunde an genas der Ritter von allem Fieber. Daher nannte er die Quelle Heilsbrunnen und erbaute aus Dankbarkeit eine Kapelle zu Ehren des heiligen Michael.

Bald zog die Wunderkraft des Wassers zahlreiche Pilger herbei, so daß die Kapelle nicht Raum für die Betenden hatte. Daher bauten die Brüder Rapoto und Konrad, Grafen zu Abenberg, eine größere Kirche und ein der Gottesmutter geweihtes Mönchskloster und übergaben es dem Zisterzienserorden.

 


 

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