Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Alexander Schöppner >

Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1315
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
Schließen

Navigation:

Die verfluchten Jungfern

In der Nähe von Nürnberg ist ein Holz, davon heißt ein Teil »Bei den verfluchten Jungfern«. Die Sage erzählt, daß hier vorzeiten drei Jungfrauen lebten, die jedoch keinen sittsamen Lebenswandel geführt, vielmehr die fremden Pilger angelockt und oft um Gut und Leben gebracht hätten. Die wurden zur gerechten Vergeltung alle drei vom Blitz erschlagen, und ihre Hütte wurde von den Flammen verzehrt. Ihre Seelen aber sind in drei große Bäume gefahren.

Sooft nun einer dieser Bäume gefällt wird, muß die gebannte Seele in einen anderen wandern. Nach dem Gebetläuten wird dieser Ort gemieden, denn die Leute hören die lockenden Stimmen der Jungfrauen aus den Wipfeln der uralten Bäume herab. Zuweilen erschallt schadenfrohes Gelächter, auch will man mitunter auf den Bäumen zuwinkende Gestalten gesehen haben.

 


 

 << Kapitel 1314  Kapitel 1316 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.