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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1307
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die Sausteine

Inmitten des Bruderholzes auf der Anhöhe, wo sich zwei Wege kreuzen, stehen zwei niedere Steine, die aus folgendem Anlaß an jene Stelle gekommen sind.

Es war einmal ein Prälat, der achtete seines Amtes wenig und ergab sich mehr der Jagd als dem Gottesdienst und beschaulichem Leben. Eines Tages war er hinausgezogen, den Eber zu jagen. Es dauerte auch nicht lange, als er des schönsten und stärksten Tieres ansichtig wurde. Wütend brach der Eber auf ihn los, der Prälat setzte ihm seinen Jagdspieß entgegen, aber der morsche Schaft brach, und der Prälat fand seinen Tod durch die Wut der angestochenen Bestie. Am anderen Morgen fand man Jäger und Wild nebeneinander tot auf dem Platz.

Die Stelle wurde zum Andenken durch die zwei »Sausteine« bezeichnet. Noch ist es in der Nähe dieses Platzes nicht geheuer, und die Landleute ziehen flüchtigen Schrittes ein Kreuz schlagend vorüber.

 


 

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