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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1300
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Waldmännlein und Waldweiblein

Noch herrscht in manchen Gegenden, besonders im Fichtelgebirge, bei den Holzhauern die Sitte, während des Fällens einer Föhre mit sechs Hieben der Axt drei Kreuze auf den Abschnitt des Stockes zu machen. Die Ursache dessen ist folgende:

Jeder Stock, der im Augenblick des Fällens seines Stammes mit den drei Kreuzlein bezeichnet wird, ist dadurch gefeit. Wenn nun das Wilde Heer kommt, flüchten sich die Waldmännlein und Waldweiblein sowie auch die Seelen erschlagener oder verunglückter Leute, die im Wald irren müssen, auf diese Plätze, wo sie dann vor jeder Beschwerde und Nachstellung der bösen Geister gesichert sind. Waldmännlein und Waldweiblein vergelten den Holzhackern den kleinen Liebesdienst damit, daß sie diese zur Nachtzeit ohne Irrgang aus dem Forst geleiten, auch manchmal abgeworfene Hirsch- und Rehgeweihe finden lassen.

 


 

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