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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 1299
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Wie das Kloster zu Speinshart entstanden ist

Die Umgegend von Speinshart war früher ein weiter Moorgrund, wie man noch heutigentags sieht. Nun verirrten sich einmal in dieser Gegend zwei adelige Fräulein im Wald. In ihrer Not und Herzensangst flehten sie zu Gott um Hilfe und gelobten, sofern sie gerettet würden, ein schönes Kloster zu bauen. Darauf gelangten sie bald wieder auf den rechten Pfad und kamen wohlbehalten nach Hause. Sie wußten aber nicht, wo sie das Kloster erbauen sollten; so beschlossen sie einen Schimmel aus dem Stall ins Freie laufen zu lassen; wo der stehenbliebe, da sollte das Gotteshaus seine Stelle haben.

Nun lief der Schimmel aus und blieb mitten im sumpfigen Moorgrund stehen. Das fanden die Jungfrauen bedenklich und hielten es für gut, den Schimmel noch einmal hinauslaufen zu lassen. Also lief der Schimmel zum zweiten Mal an denselben Ort. Und so geschah es sogar zum dritten Mal. Nun hegten die Jungfrauen keinen Zweifel mehr, daß ihnen ein Wink von oben gegeben worden war; sie ließen daher an diesem Ort das Kloster Speinshart erbauen. So geht die Sage bis auf diese Tage.

 


 

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